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U-Wert Bestimmung / Messung 

Exakte Ermittlung des Wärmebedarfs – Grundlage jeder seriösen Bewertung

Für die Bewertung und Berechnung des Wärmebedarfs eines Gebäudes ist es zwingend erforderlich, den IST-Zustand der Bauteile möglichst exakt zu erfassen. Die besondere Herausforderung besteht dabei in der Beurteilung nicht sichtbarer Bauteilschichten, da diese maßgeblich den tatsächlichen Wärmedurchgang beeinflussen.

Gerade bei der Sanierung oder Renovierung von Altbauten ist eine schnelle und verlässliche Analyse entscheidend. Nur wenn eindeutig festgestellt werden kann, wo und in welchem Umfang Wärmeverluste auftreten – etwa über Außenwände oder Fenster – lassen sich Energiekosten nachhaltig senken und Sanierungsmaßnahmen gezielt sowie wirtschaftlich umsetzen.

Bedeutung des U-Wertes

Bei der wärmetechnischen Bewertung von Gebäuden ist der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) einer der zentralen Kennwerte. Er beschreibt, wie viel Wärme durch ein Bauteil nach außen verloren geht und ermöglicht eine objektive Beurteilung der vorhandenen Konstruktion und der verbauten Materialien. Insbesondere bei sanierungsbedürftigen Bestandsgebäuden liefert der U-Wert eine verlässliche Entscheidungsgrundlage für weitere Maßnahmen.

Messprinzip zur U-Wert-Bestimmung

Für die praxisnahe und normgerechte Ermittlung des U-Wertes sind drei Temperaturwerte erforderlich:

Außentemperatur

Innen-Oberflächentemperatur des Bauteils

Raumlufttemperatur

Die Außentemperatur wird über einen Funkfühler erfasst, der außen am Gebäude positioniert ist und die Messwerte drahtlos an das Messgerät im Innenraum überträgt.
Die Innen-Oberflächentemperatur der Wand wird mithilfe eines speziellen U-Wert-Fühlers gemessen. Dessen drei Adern werden mit Knetmasse vollflächig und wärmeleitend an der Wand fixiert, um ein präzises Messergebnis zu gewährleisten.
Die Raumlufttemperatur erfasst ein integrierter Sensor, der sich direkt am Fühlerstecker befindet.

Automatische und präzise Auswertung

Das Messgerät testo 635-2 verarbeitet diese drei Temperaturwerte automatisch und berechnet daraus unmittelbar den U-Wert. Das Ergebnis wird direkt im Display angezeigt.

Vorteile dieser Methode:

Keine manuelle Berechnung erforderlich.

Schnelle und reproduzierbare Ergebnisse

Hohe Messgenauigkeit auch bei Bestandsgebäuden

Ideal für die Bewertung von Altbauten und Sanierungsobjekten

Damit steht bereits vor umfangreichen Eingriffen eine verlässliche Entscheidungsgrundlage zur Verfügung, um energetische Schwachstellen sichtbar zu machen und gezielte Maßnahmen zu planen.

 

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